Von Dr. Hubert Stieve | Zahnarzt und Praxis-Mentor
Du arbeitest 8 bis 9 Stunden am Stuhl. Dein Team ist eingespielt. Die Patienten kommen. Und trotzdem bleibt am Monatsende zu wenig übrig.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Systemproblem — und es hat einen Namen: Die meisten Zahnarztpraxen werden wie Handwerksbetriebe geführt, nicht wie Unternehmen.
Als Zahnarzt bist Du Spezialist. Aber niemand hat Dir beigebracht, wie Du eine Praxis als Unternehmen führst.
Das Ergebnis: Du behandelst mehr, arbeitest länger — aber der Gewinn steigt nicht proportional mit. Du hast keine klaren Zahlen. Kein System. Keine Zeit zum Nachdenken.
Das Problem liegt nicht an Dir. Es liegt am fehlenden Rahmen.
Fehler 1: Kein Blick auf die Zahlen Die meisten Zahnärzte wissen nicht, was ihnen eine Behandlungsstunde wirklich einbringt. Ohne diese Zahl kannst Du nicht steuern.
Fehler 2: Kein System bei der Terminplanung Notfälle, Lücken, Überbuchen — das Terminbuch bestimmt den Tag. Nicht Du.
Fehler 3: Kein klares Führungssystem Dein Team wartet auf Ansagen. Du wartest, dass es funktioniert. Keiner hat ein System.
Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten. Es geht darum, klüger zu führen.
In meinem Mentoring arbeiten wir in 8 Wochen an drei Hebeln:
1. Zahlen kennen — Stundenumsatz, Kostenstruktur, Gewinnmarge.
2. Terminbuch steuern — Welche Behandlungen bringen wirklich Gewinn?
3. Team führen — Klare Erwartungen, klare Prozesse, weniger Reibung.
Das Ergebnis: Mehr Gewinn. Mehr Kontrolle. Mehr Freude an Deiner Praxis.
Von Dr. Hubert Stieve | Zahnarzt und Praxis-Mentor
Du führst eine Praxis. Aber weißt Du wirklich, ob sie profitabel ist? Die meisten Zahnärzte haben ein Bauchgefühl — aber keine Zahlen. Das ist gefährlich. Denn wer nicht misst, kann nicht steuern.
Was ist das? Dein Umsatz geteilt durch Deine Behandlungsstunden. Diese Zahl zeigt Dir, ob Du mit Deiner Zeit wirklich Geld verdienst.
Beispiel: 8.000 € Umsatz bei 40 Behandlungsstunden = 200 € pro Stunde. Ist das gut? Das hängt von Deinen Kosten ab — aber Du musst es wissen.
Ziel: Mindestens 250–350 € Stundenumsatz für eine gesunde Praxis. Vermutlich noch mehr.
Was ist das? Wie viel Prozent Deines Umsatzes gehen für Kosten drauf? Personal, Material, Miete, Labor.
Beispiel: 350.000 € Umsatz, 280.000 € Kosten = 80% Kostenquote. Nur 20% bleiben als Gewinn.
Ziel: Kostenquote unter 65–70%. Alles darüber ist ein Warnsignal.
Was ist das? Personal ist der größte Kostenfaktor in jeder Praxis. Wie viel Prozent Deines Umsatzes gibst Du für Dein Team aus?
Beispiel: 140.000 € Personalkosten bei 350.000 € Umsatz = 40% Personalkosten-Quote.
Ziel: Maximal 40–45% des Umsatzes. Alles darüber frisst Deinen Gewinn.
Was ist das? Wie viele Deiner Patienten kommen regelmäßig zur Prophylaxe zurück? Das ist Dein stabilstes Einkommen.
Beispiel: 500 aktive Patienten, 350 kommen zum Recall = 70% Recall-Quote.
Ziel: Mindestens 75–80%. Jeder fehlende Patient kostet Dich bares Geld.
Was ist das? Am Ende des Tages: Was bleibt wirklich übrig? Nicht Umsatz — sondern Gewinn.
Beispiel: 2.500 € Tagesumsatz, 1.800 € Kosten anteilig = 700 € Gewinn pro Tag. Hochgerechnet auf 200 Arbeitstage = 140.000 € Jahresgewinn.
Ziel: Diese Zahl kennen und aktiv steigern — durch bessere Planung, nicht mehr Arbeit.
Schreib Dir diese 5 Zahlen auf. Heute noch. Dann schau, wo Du stehst.
Wenn Du eine oder mehrere dieser Zahlen nicht kennst — dann ist das der erste Schritt: Klarheit schaffen.
In meinem Mentoring gehen wir diese Zahlen gemeinsam durch. In der ersten Sitzung weißt Du, wo Deine Praxis wirklich steht — und wo das größte Potential liegt.